Die Geschichte von Round Table
| Round Table wurde 1927 von dem Rotarier Louis Marchesi gegründet. Marchesi wurde am 19. Januar 1898 in Norwich geboren. Er engagierte sich als Jugendlicher beim Roten Kreuz, welches sich zu jener Zeit um verwundete Soldaten kümmerte.
Im Jahre 1925 kauften Louis Marchesi und sein Vater Erminio ein Restaurant in Norwich. Schon sehr früh kümmerte sich Marchesi um die Jugend von Norwich, er wollte seine Erfahrungen an junge Menschen weitergeben. Er rief die „Junior Section for the sons of Norwich master bakers“ ins Leben. Er gründete Klassen, in der junge Männer das Bäckerhandwerk erlernen konnten. Zu jener Zeit etablierte sich bei ihm der Gedanke, dass sich junge Geschäftsleute untereinander austauschen sollten. Die eigentliche Idee von Round Table entwickelte sich bei einem Meeting des Rotary Clubs Norwich im Jahre 1926. Marchesi war zu jener Zeit mit 28 Jahren das jüngste Mitglied. An diesem Tag war ein Gastreferent eingeladen, der jedoch zum Vortrag nicht erschien. Der damalige Rotary-Präsident bat einen der anwesenden Rotarier um eine kleine Rede über ein Thema, welches er frei wählen konnte. Marchesi getraute sich als jüngster Rotarier, eine Rede zum Thema „Young Business Men“ zu halten. Nach seiner Rede war eine Idee geboren, die jetzt nicht mehr nur in seinem Kopf existierte, sondern nun auch ein Auditorium hatte. Nach der positiven Resonanz auf seine Rede lud Marchesi am 22. November 1926 drei rotarische Freunde in sein Restaurant ein. Anwesend waren W. Smith, H. Ramage, L. Luthorn und Marchesi, um einen Young Business and Professional Men‘s Club zu gründen. Sie besprachen bei diesem Meeting Ziele und Regeln des Clubs. Ganz neu und besonders populär war die Regelung, dass die Mitgliedschaft nur für Männer von 18-40 Jahren gelten sollte. Somit musste ein 40-jähriger den Club verlassen. Hierdurch war gewährleistet, dass immer wieder junge Clubmitglieder nachrücken konnten. Diese Regelung unterschied sich von den Strukturen von Rotary, auch Marchesi kritisierte als junger Rotarier den hohen Altersdurchschnitt seines Clubs. Das zweite Treffen fand am 4. Januar 1927 statt. Bei diesem Meeting wurden die Regularien des Clubs formuliert, wie auch der Frage nachgegangen, wie der Club heißen solle. Einer der Anwesenden merkte an: „Sitting round this table and not being able to find a suitable name seems ridiculous.“ Die Antwort war „The Round Table”. |
Bereits ein Jahr später wurden weitere Clubs gegründet, wofür jeweils ein bestehender Club Pate stand. Inzwischen ist Round Table in den meisten Ländern Europas, in Afrika, Asien und Nordamerika verbreitet. Es gibt nationale Round Table Organisationen in über 50 Ländern, die sich zur Dachorganisation "Round Table International" zusammengeschlossen haben. Deutschlandweit gehören der überparteilichen und weltanschaulich ungebundenen Vereinigung junger Männer heute ca. 3.500 Mitglieder an, die in 220 örtlichen Clubs organisiert sind. Sie sind verbunden durch die offiziellen Ziele, formuliert als "Aims & Objects." Das führt zu guten, auch internationalen Netzwerken innerhalb von Round Table.
Mehr über Round Table in anderen Ländern finden Sie bei Wikipedia. Round Table Erlangen war der 65. Tisch deutschlandweit und wurde am 02.10.1971 gegründet ("gechartert"). Begleitet wurd wir damals vom nationalen Patentisch, RT 16 Nürnberg. Unser internationaler Patentisch war RT 122 Bedford aus Großbritannien. |




















Im Februar 1927 hielt der Prince of Wales auf der British Industry Fair eine Rede, die vornehmlich der wirtschaftlichen Krise und den jungen Männern des Landes galt. „The young business and professional men of this country must get together round the table, adopt methods that have proved so sound in the past, adapt them to the changing needs of the times and, whenever possible, improve them.“ Zur selben Zeit trafen sich die Gründer des Club for Young Business and Professional Men of Norwich. Die Anwesenden hatten die Rede des Prince of Wales über das Radio gehört und entschieden sich, die drei Forderungen der Rede zu ihrem Motto zu machen: adopt - adapt – improve.
